Vergleich der beiden Varianten des Utilitarismus


Die Bestandteile beider Varianten des Utilitarismus sind der Hedonismus und Konsequenzialismus (= Zweck- oder Verantwortungsethik: nicht der gute Wille zählt, sondern das gute Ergebnis einer Handlung).
Grundsätzlich bezeichnet man Theorien, die bestimmten Regeln intrinsische Werte zuordnen, also sie a priori als „gut“ definieren, im Gegensatz dazu als deontologisch. Für zahlreiche Entscheidungssituationen empfiehlt es sich, nach Regeln zu handeln, weil andere Akteure die Reaktionen ihres eigenen Handelns dann antizipieren müssen. Die Regelutilitaristen gehen unter Verwendung des hedonistischen Kalküls vor: Sie müssten daher ihre Regeln so formulieren, dass sie Ausnahmesituationen möglichst berücksichtigen.
Der Gegensatz zwischen Handlungs- und Regelutilitarismus löst sich entweder in das Problem der Betrachtung auch langfristiger Folgen einer Handlung auf oder der Regelutilitarismus „kapituliert vor Kant“. In diesem Fall kann er aber nicht mehr als utilitaristisch bezeichnet werden.

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