Mills sozialer Liberalismus


Hinsichtlich der Steuertheorie befürwortete Mill ein steuerfreies Existenzminimum. Für Luxusgüter ist dagegen eine hohe Besteuerung angebracht. Zudem plädierte er für die Besteuerung von Erbschaften, was sich zu Gunsten der Wohlfahrtssteigerung auswirken würde.
Die Chancengleichheit hielt Mill sehr hoch und so forderte er Zugang zu Bildungseinrichtungen für alle Bevölkerungsschichten. Mill glaubte später wiederum, das Bevölkerungswachstum würde durch eine Steigerung des Bildungsniveaus ausgebremst werden, da sich die Priorität der Menschen von Familie auf Bildung und Karriere verlagern würde.
Im Bereich der Sozialpolitik sprach er sich für Hilfe für Arbeitsunfähige aus, ohne jedoch ihre Arbeitsanreize zu zerstören. Damit würde Arbeitslosen geholfen und sie würden zur Wiederaufnahme einer anderen Arbeit motiviert.
Mill verteidigte immer die heilsame Wirkung des Wettbewerbs für Wachstum und individuelle Freiheit.